Autoversicherung FAQ (Fragen und Antworten)


1. Ist die Kfz-Haftpflichtversicherung freiwillig oder verpflichtend und gelten diese Gesetze auch im Ausland?

In Deutschland muss jeder Verkehrsteilnehmer, der über ein zulassungspflichtiges Fahrzeug verfügt, eine Kfz-Haftpflichtversicherung für dieses Fahrzeug abschliessen. Andernfalls darf das Fahrzeug nicht in Betrieb genommen werden und der Versuch einer Inbetriebnahme ist bereits strafbar.

Auch im europäischen Ausland gilt dieser Grundsatz. Dadurch wird auch die Schadenregulierung über die Grenzen Deutschlands hinaus erheblich vereinfacht. Zu beachten gilt es, dass die Deckungssummen für Personen- und Sachschäden je nach Land zum Teil deutlich variieren und von den geltenden Summen in Deutschland teilweise erheblich abweichen können. Wer sich häufig mit seinem Fahrzeug im Ausland aufhält, kann seinen Versicherungsschutz durch so genannte Assistance- und Schutzbrief-Leistungen ausweiten, so dass auch bei Pannen und Unfällen im Ausland schnell Hilfe bereitgestellt werden kann.


2. Ich fahre einen Wagen der Marke „X“. Wie teuer wird die Kfz-Haftpflichtversicherung pro Jahr für mich und gibt es Wege, Geld zu sparen?

Die Beitragskosten für die Versicherung sind sehr unterschiedlich und vom Fahrzeug, dem Fahrer und den versicherten Leistungen abhängig. Darüber hinaus entscheidet auch die Art der Verwendung des Fahrzeugs, sein nächtlicher Abstellplatz genauso wie der Regierungsbezirk, in dem das Fahrzeug zugelassen wird, sowie die Anzahl der schadenfreien Jahre über die Höhe des Beitrags.
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3. Welche Schäden werden von der Kfz-Haftpflichtversicherung abgedeckt?

Der Haftpflichtversicherer reguliert alle Personen- und Sachschäden des Unfallverursachers. Bei Teilverschulden wird gemäss des Schuldverhältnisses reguliert. Bei Personenschäden tritt der Versicherer für die entstandenden Kosten einer medizinischen Heilbehandlung ein. Dazu zählt beispielsweise ein stationärer Krankenhausaufenthalt. Schmerzensgelder und Verdienstausfall zählen auch zu den Kosten, die der Versicherer übernimmt. Handelt es sich um bleibende Schäden, dann werden auch Renten- oder Invaliditätsleistungen bezahlt.
Bei Sachschäden werden die Kosten an den direkt und indirekt betroffenen Fahrzeugen reguliert, genauso wie Schäden, die an der Unfallumgebung entstanden sind. Dazu zählen beispielsweise Leitplanken, Ampeln, Schilder, usw.
Sind durch den Unfall Vermögenswerte beschädigt worden, die sich im Fahrzeug befunden haben, dann leistet der Versicherer auch in diesem Fall Schadenersatz.

4. Wenn ich nicht fahre, bin ich auch nicht für Unfallschäden haftbar. Richtig?

Falsch! Die Rechtslage sieht hier anders aus, denn im Verkehrsrecht gilt, dass man als nicht nur als Führer eines Kraftfahrzeugs haftbar für entstandene Schäden ist, sondern auch als Fahrzeughalter zur Verantwortung gezogen werden kann, wenn durch das eigene Kraftfahrzeug Schäden verursacht wurden. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von der Halterhaftung.

5. Wie finde ich heraus, welcher Schadenfreiheitsklasse ich angehöre und welche Vorteile ziehe ich daraus?

Ihre schadenfreien Jahre spiegeln sich bei der Einstufung in die so genannte Schadensfreiheitsklasse wider. Je mehr schadenfreie Jahre Sie als Versicherungsnehmer haben, desto höher ist die Schadenfreiheitsklasse. Je länger Sie als unfallfrei sind, desto höher ist der Schadenfreiheitsrabatt (SFR). Der SFR entscheidet über den zu zahlenden Versicherungsbeitrag.
Sollte einmal ein Unfall passieren, dann ändert sich die Schadenfreiheitsklasse im darauffolgenden Jahr und der Beitrag wird in der Regel höher, es sei denn, durch die Höherstufung ändert sich der SFR nicht.